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Austrian Dance Award & Co

22.10.2010 | Keine Kommentare

Mein liebstes Tagebuch,

Mei mei mei, mit den monatlichen Einträgen hab ichs nicht so. Ich weiss. Aber zu meiner Entschuldigung: Es ist sooo viel Musik um mich herum, ich hab keine Ahnung wo anfangen und wo aufhören. Und das ist ja immerhin ein gutes Zeichen. Ein gutes Zeichen ist auch, dass sich in der Österreichischen Musiklandschaft wieder mal was tut – und zwar in Form unseres ersten Dance-Musikpreises. Herzlich Willkommen ADA – Austrian Dance Award!

Ich gebe ehrlich zu – ich bin dem ganzen zunächst mehr als skeptisch gegenüber gestanden. Ein Dance Award in Österreich, bei dem einheimischen Wegbereitern wie Makossa & Megablast, Rodney Hunter oder gar Peter Kruder überhaupt keine Aufmerksamkeit geschenkt wird? Hm. Ok – die Veranstalter sind oder waren überwiegend aus der Diskotheken-Szene, trotzdem sollte man dann vielleicht die Kriterien nach denen nominiert wurde anders formulieren. Was mich zum zweiten Punkt bringt. Wenn (wie zunächst auf der Homepage stand) u.a. aufgrund der Plattenverkäufe, Compilations udgl. nominiert wurde – was haben dann gewisse Herrschaften in der Nominiertenliste verloren, die noch nie in ihrem Leben eine einzige Platte verkauft haben? Naja, wenigstens wurden die „Kriterien“ dann ja noch umgeschrieben, immerhin. Aber wie ernst kann man einen Award wirklich nehmen, wenn einer der Organisatoren und Vereinsgründer sich quasi selbst nominiert, und das nicht nur einmal? Fragen über Fragen. Skepsis. Mehrere laute „Hmmm“s. Also – einfach mal hingehn und schaun was passiert.

Der Event an sich – zugegebenermaßen ganz geil aufgezogen. Hätte ich nicht erwartet. Die Halle schön dekoriert, viele Besucher und noch mehr bekannte und (mehr oder weniger) gern gesehene Gesichter. Gratis Drinks, gutes Buffet und ne tolle Aufmachung. Wir hatten ein paar Drinks zum warm werden – und schon gings los. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Martina Kaiser mit einem vom Klaus Biedermann produzierten Song. Und zwar LIVE! „Hmm“ dachte ich mir, mutig. Muuuuuutig. Boah, mutig. Bei aller Liebe, liebe Martina, aber das war… wie sag ichs bloß… ähm… Sch****. Ich bin normalerweise ein Fan von live performten Songs – aber in diesem Fall wäre ein Playback wirklich ratsamer gewesen. Die anderen Performances waren auch nicht so richtig das gelbe vom Ei – aber da spricht vielleicht nur mein persönlicher Geschmack - und über den kann man (wie wir alle wissen) streiten.

Wie dem auch sei. Die Gewinner gingen allesamt mehr oder weniger in Ordnung, ein paar offene Fragen blieben zwar – aber bei welchem Awarad nicht. Klar, der ein oder andere wird jetzt sagen „Is ja klar das er das schreibt, er hat nicht gewonnen.“. Aber weit gefehlt meine Lieben – Neid is ein Wort, das mir (im Gegensatz zu vielen anderen Musikanten in diesem Land) gänzlich fremd ist. Ein bisschen Schadenfreude über den „Nicht-Gewinn“ einiger Herrschaften, die im Vorfeld mit stolz geschwellter Brust angereist waren (wenigstens etwas, das an diesem Abend geschwellt war, wenn auch nur kurz) konnte man mir allerdings den ganzen Abend über seeeehr deutlich ansehen – aber auch das gehört zu einem Award bekanntlich dazu. Zumindest für mich. Haha.

Summa Summarum: Ich hab mich über beide Nominierungen mehr als gefreut und empfand es als wirklich schönen Abend, auf den man mit Sicherheit aufbauen kann. Ich beglückwünsche die Organisatoren alles in allem für einen reibungslosen und lustigen Abend und denke, daß dieser Award in den nächsten Jahren durchaus großes Potential besitzt, um zumindest im Dance-Genre dem Amadeus das Wasser zu reichen. Danke für die Einladung, ich freu mich schon aufs nächste Jahr!

Eine Kleinigkeit bin ich Dir noch schuldig liebes Tagebuch. Und zwar das Interview das ich „kürzlich“ mit Arno Cost geführt habe. Im Volksgarten bei seinem Gig waren wir leider mehr mit trinken und feiern beschäftigt, zu mal uns Sidney Samson noch einen unangekündigten Besuch abgestattet hat. Aber wir haben das Interview dann einfach per Email nachgeholt – und ab dafür, Copy & Paste:

P: Tell us a little about you, how old are you, where are u from & how it all started with music, djing and producing!

AC: I am a 24 years old French producer and dj. I live in Paris and I started making music 10 years ago in my bedroom. At the beginning it was only for fun but when I realized that I could not make something else in my life than music, I decided to become more professional and worked on professional sowftwares. I am more a producer than a dj, but when I released Magenta in 2006, I wanted to go in the parties and play my own sound stuff to people. Booking requests came and came in my mailbox so I took a booking agency and started deejaying.

What is it like to have a huge track like “magenta” - and is there kind of “pressure” for all other tracks that follow a hit record like “magenta”?

Of course, I did not realize the success of the track. When it was essential new tune by Pete Tong, I was like “ah ok that’s cool”. I was only 20 and did not know the market. Everybody was playing it and it really helped me to get an international profile. Then the pressure came but it was ok. I mean I wanted to make my stuff, I did not really care if people would like it or not. Now it’s different, the way I see things is more complicated, maybe more professional. The pressure is here but I still do what I like and that’s the most important thing actually…

What were your first thoughts when u got to do a remix for a superstar dj like david guetta and his hit “delirious”? how did it feel like?

I received an email from him saying that he loved my stuff etc…It was after the tune “Apocalypse”. Of course I was really proud and happy that he asked for Norman and I. He was not a superstar like now but it was still exciting. David is a great guy, he deserves what he became… a popstar !

Is there any good advices for young djs and producers that you have? how can they be heard, what can they do to do good music? whats your secret?

Do you own stuff. Don’t waste your time doing music like others. Create your thing, your univers. Of course, this kind of career is a lot of work. You are always in the studio, in the clubs, in the airports. It is hard sometimes… But just get over it, it’s fun above all that !!!

Aaaaand hte last obligatory question: whats new with arno cost in late 2010 and what are your plans for 2011? residencies, parteis, releases, cooperations?

My next track with Arias is coming soon. I’ve been waiting for the track for ages now (more than a year) but it should be released within the next few weeks. It’s called “The Days To Come” and I think it should work nicely. I am also working on a collaboration with the French producer Martin Solveig too, on a track called “Touch Me”. I think it’s huge, I can’t wait for the release !!!

In 2011 I am going to focus on my own tracks, only original mixes and sometimes maybe, a remix.

About residencies, I am going to start my own one in Ministry Of Sound in London, with Norman Doray. We will invite our own guests every 2 months. So cool!!!

Noch eine Kleinigkeit in eigener Sache: Dieses Wochenende steht wieder der „36 Stunden“ Event ins Haus, diesmal mit keinem geringeren als DJ MOSEY (aka Pierre Sarkozy, seines Zeichens Sohnemann vom Scheff der Franzosen (ich wollt schon fast „Froschschenklefresser“ sagen, SCHANDE ÜBER MICH!!!)) am Freitag, sowie den allseits bekannten „Yolanda Be Cool“ am Samstag. Nationaler Support kommt u.a. von Tim Anderson, Flip Capella, Luke Mesch, dem Riddler (oder heisst er jetzt Thomas Gössweiner? I was es ned.), vielen anderen lustigen Herrschaften und – natürlich nicht zu vergessen – eurem Lieblings-Hampelmann, Philipp van Disco Veld.

In diesem Sinne –

Bussis, wir sehen uns in der Hölle!

Philipp

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